Liebe Gartenfreunde,

 

hier könnt Ihr etwas über die Geschichte und die Entwicklung unseres Vereines nachlesen. Viel Spaß!

 

 

P.S. Habt Ihr noch Fotos von alten Zeiten, her damit, wir freuen uns, wenn unsere Sammlung über den Verein wächst!

 

"Die Morgenland Chronik"

 

Am 21. Juni 1919 gründeten in der „ Gaststätte Buchholz“ am Halmerweg 21 Kleingärtner den „ Gartenbauverein Morgenland“. Die A.G. Weser stellte das Gelände zwischen Halmerweg, Mittelwischweg, dem Schützenhof und der Seewenjestrasse zur Verfügung. Die Morgenlandstraße, als Zugang zum Pachtgelände, bot sich als Namensgeberin an. Schon im Januar 1920 betrug der Mitgliederbestand 300, die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 10. März 1921.

 

Ab Januar 1922 wurde der bis dahin halbjährlich erhobene Beitrag von 3 RM auf jährlich 10 RM angehoben. Inflationsbedingt betrug der Mitgliederbeitrag im Dezember 100 RM und im Juli 1923 500 RM. Die Mitgliedschaft war nun auch für alle Gröpelinger möglich.

Bis 1921 diente die „ Gaststätte Buchholz“ als Vereinsheim, dann fanden die Treffen im „Café Bax“, dem späteren „ Kaffeehaus Gröpelingen“ an der Heerstraße, statt. Im Jahre 1927 wurde in Muster-Lager eine Militärbaracke auf Abbruch gekauft, Mitglieder- Bausteine erleichterten die Finanzierung. Die Wiederaufstellung am Fernkanal erforderte viel Arbeitseinsatz der Mitglieder. Die Einweihung des nun eigenen Heims erfolgte dann am 2. Weihnachtstag des gleichen Jahres. Inzwischen zählte der Verein 400 Mitglieder.

 

Eine Baugesellschaft begann ab 1939 in dem von der A.G. Weser erworbenen Baugebiet der Brombergerstrasse mit der Einrichtung von Mehrfamilienhäusern. Für die verdrängten Kleingärten wurde im Blockland Ersatz mit dem Dornröschen- und Grenzweg geschaffen.

 

Der 2. Weltkrieg und seine Folgen brachte besonders in Gröpelingen Arbeitslosigkeit und damit auch Hunger. Felddiebstähle von neu angelegten und mühsam beackerten Parzellen waren an der Tagesordnung. Um den Diebstählen Einhalt zu gebieten, schlossen sich die Mitarbeiter der Werft zusammen, um einen gemeinschaftlichen Wachdienst zu organisieren.

 

Bürgermeister Wilhelm Kaisen rief drei Monate nach Kriegsende, am 4 August 1945, die Bevölkerung auf, sich zur Linderung der Wohnungsnot durch den Ausbau der Parzellenhäuser zu Notwohnungen bis zu 30 qm selbst zu helfen, veröffentlicht im Bremischen Gesetzblatt von 27.12.1945.

 

Die Bremer Flutkatastrophe am 17. Februar 1962 hatte die sofortige Räumung von 178 Parzellen im Bereich der jetzigen Kulmer- und Marienwerder Straße zu Folge. Insgesamt wurden dafür im Blockland in dem neu angelegten Kleingartenpark 300 Gärten innerhalb von drei Jahren geschaffen.

 

Am 24. September 1963 wurde der Bau eines Vereinsheims beschlossen. Alle Mitglieder waren verpflichtet 4 Stunden Gemeinschaftsarbeit beim Aufbau zu leisten. Am 06. Juni 1964 wurde mit dem Gießen der Betonplatte begonnen. Die A.G. Weser lieferte am 25.März 1965 die Bauteile für das Vereinsheim. Die Aufstellung wurde in Gemeinschaftsarbeit, bis auf einige fachliche Arbeiten, von den Mitgliedern vorgenommen. Das Interesse an dieser Gemeinschaftsarbeit war sehr groß. Die erste Versammlung fand am 04. Juli 1964 im, noch nicht ganz fertigen, Vereinsheim statt. Es wurde eine Kassette in die Schwelle eingemauert.

 

Das 50 Jährige Bestehen des Vereins am 27. Juni 1969 brachte dem Vereinsheim eine Reihe von Feierlichkeiten wie Empfang, Ball und Harmoniumkonzert. Der Landesvorsitzende des Kleingartenverbandes, Johann Dreyer, überreichte dem Vorsitzenden eine Ehrenurkunde und einen Wimpel.

 

Ab 1972 durften die Gartenlauben auf 20 qm erweitert werden. Das Vereinsheim wurde vergrößert und erhielt eine Heizung. Im Gemeinschaftsarbeit wurde Stromkabel verlegt.

 

1975 erhielt der Verein die Erlaubnis die 20 qm große Gartenlauben um eine 6 qm große Sitzplatzüberdachung zu erweitern. Gemeinsam wurde ein öffentlicher Spielplatz beim Vereinsheim errichtet. Die Stadtgemeinde Bremen und Gröpelinger Firmen unterstützten den Verein mit Geld- und Sachspenden. Spielplatzfeste und Ausflugsfahrten wurden jährlich veranstaltet.

 

1977 wurde mit dem Bau der Wasserleitungen begonnen. Fast alle nahmen an der Gemeinschaftsarbeit teil. In jedem Weg wurde eine Zapfstelle errichtet.

 

Anfang der 80er Jahre nimmt das Baumsterben größere formen in Bremen an. Es wird vermutet, dass die Abgase der Industrie und der Autos daran Schuld sind.

1983 beginnt die Massenarbeitslosigkeit. Die Schiffswert A.G. Weser gerät in Konkurs.

 

In den 90 er Jahre beginnt die Sanierung des gesamten Stadtteils Gröpelingen mit Hilfe verschiedener Förderprogramme. Der Kleingarten feierte 1999 das 80 jährige Jubiläum. Mit ca. 70 Personen und 4 Pavillons wurde unter freiem Himmel, bei bester Stimmung und mit Live-Musik gefeiert.

 

Anfang der 2000 er wurde der Kleingarten Morgenland leider, durch das falsche Wirtschaften des damaligen Vorstandes, in die roten Zahlen gerissen. 2006 nach einer kompletten Neuwahl hat es ca. 5 Jahre gedauert, die Schulden beim Landesverband zu begleichen und ein finanzielles Polster für die Zukunft aufzubauen. 2013 begann die Sanierung des Vereinsheims. Zunächst wurde die Wetter- und Giebelseite fachmännisch gedämmt und verputzt. 2014 erfolgte der zweite Schritt der Sanierung und die Eingangsseite und die Giebelseite von vorne wurden ebenfalls isoliert.

Anfang 2014 hat der Verein ca. 300 aktive Mitglieder.

 

Im Herbst 2017 wütete ein schwerer Sturm "Xavier" mit Orkanböen, der in der Zeit vom 4. bis zum 6. Oktober 2017 über das nördliche und östliche Mitteleuropa zog und große Schäden verursachte.

Auch in unserem Kleingartengebiet und besonders in unserem Verein hinterließ der Sturm viele umgecknickte und umgefallene Bäume. Menschen und Lauben sind zwar verschont geblieben aber viele Wege konnten nicht mehr befahren werden. Unter anderem der Hauptweg "Bucheckernweg" zum Vereinsheim war vollständig zerstört.

Ende 2017 zählte der Verein 292 Mitglieder.

 

 

 

 

 

 

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 1.Vorsitzender

Hanfried Meyer

 

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